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Projekte

Die Edition der armenischen Handschriftenfragmente aus der Sammlung der Mechitharisten in Wien

Die Fragmentenforschung gehört ein wenig zu den Stiefkindern im Bereich der Erschließung von Primärtexten. Das hängt wohl damit zusammen, daß überaus viele vollständige Handschriften auch noch nicht bearbeitet und ediert sind. Dieses Projekt wendet sich der systematischen Erfassung und Erschließung von Fragmenten armenischer Handschriften zu. In der Handschriftensammlung der Mechitharistenbibliothek zu Wien sind mehr als 200 Fragmente zu entdecken. Die Mehrzahl davon ist Teil des Einbandes anderer Manuskripte. aber auch eine Reihe loser bzw. abgelöster Blätter ist hier vorfindbar.

Nach der Identifizierung der überwiegend pergamentenen Fragmente anhand des Kataloges, wurden diese im Dezember 2005 und im Jänner 2006 digitalisiert und der wissenschaftlichen Bearbeitung zugänglich gemacht. Die Ergebnisse des Projektes liegen in Form einer gedruckten Publikation vor.

Die Bedeutung dieser Arbeiten liegt darin, daß in den so erhalten gebliebenen Pergamentblättern manch interessanter überaus alter Textbeleg zu finden ist. Aus den Fragmenten ersteht eine virtuelle Bibliothek ansonsten vermißter Bücher. Manchmal aber fügen sich mehrere Teile wieder zu einem Blatt zusammen oder ergänzen eine andere Handschrift.

Die Erfahrungen dieses Projektes waren und sind Ausgangspunkt für die weitere systematische Erforschung der Handschriftenfragmente in unterschiedlichen Bibliotheken und Sammlungen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse: die strukturierte und systematische Erfassung von Handschriftenfragmenten macht eine Datenbank unerläßlich.

Projektleiter: Dr. Erich Renhart

Digitalisierung: DI Manfred Mayer

Wissenschaftliche Bearbeitung: Dr. Gohar Muradyan (Erevan) und Dr. Aram Topchyan (Erevan)