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Projekte

Verborgene Handschriftenschätze in Süd- und Osteuropa: Marburg/Laibach, Sofia/Ohrid, Erevan

In den Ländern des europäischen Ostens und Südostens wurden viele Sammlungen historischer Handschriften jahrzehntelang einfach verwahrt, oft genug ohne konservatorisch hinreichende Bedachtnahme. Nachdem nun die Tore in diese Regionen immer weiter geöffnet werden, ist es hoch an der Zeit, das historische Dokumentenerbe zu sichern und erhalten zu helfen. Das geschieht am besten dadurch, daß man die Sammlungen bekanntmacht, die Bestände restauriert und sie wissenschaftlich erschließt. Diesem Anliegen ist das vorliegende Projekt gewidmet. Die Aufgabe ist drängend, denn schon gibt es Tendenzen, die besten Stücke aus diversen noch nicht bekannten Sammlungen zu veräußern und die Sammlungen somit zu filetieren, womit sie für die Wissenschaft oft für immer oder für lange Zeit verlorengehen. – Mit dem oben genannten Titel sind drei Teilprojekte zusammengefaßt:

Stücke alter österreichischer Bibliotheken in slowenischen Sammlungen

Es wurden 48 sehr alte lateinische Handschriften und Dutzende Fragmente erfaßt. Ziel war die (virtuelle) Zusammenführung und die Erschließung einer durch spätere politische Grenzziehung zerrissenen Sammlung.

Projektleiterin: Dr. Nataša Golob (Ljubljana/Slowenien), Dr. Erich Renhart (Organisation, Graz).

Projektausführende: Karl Lenger (UB Graz), Mag. Michaela Scheibl (UB Graz), Mag. Thomas Klampfl

Durchführungszeitraum: 2007-2008

Alte europäische Quellen neu zugänglich gemacht (Ohrid/Makedonien):

Die beinahe gänzlich unbekannte und faktisch nur wenigen zugängliche Sammlung von Handschriften im südmakedonischen Ohrid umfaßt 89 teils sehr alte griechische und 4 slawische Manuskripte. Die Handschriften sind insgesamt gut erhalten. Die humiden klimatischen Bedingungen und die Aufbewahrung in abgeschlossenen Tresoren sind den Objekten nicht förderlich. Die Schimmelbildung an einzelnen Büchern hat bereits eingesetzt. Dieses Projekt sucht die konservatorischen Bedingungen der Lagerung zu verbessern und die notwendigen restauratorischen Maßnahmen zu setzen. Zudem wird der Bestand digital aufgenommen und durch einen deskriptiven Katalog erschlossen.

Projektleiterin: Dr. Axinia Dzurova (Sofia), Dr. Erich Renhart (Organisation, Graz)

Projektausführende: Mag. Kalina Kuzmann (Ohrid/Makedonien)

Konservatorische Expertise: Mag. Rumiana Decheva (Sofia), DI Manfred Mayer

Projektbeginn: Oktober 2007

Lateinische, syrische ... Manuskripte, gestrandet am östlichen Teil des Abendlandes (Erevan/Armenien)

Ursprünglich als Erfassung der lateinischen und syrischen Quellen des Matenadaran gedacht, wuchs dieses Projekt zu beträchtlicher Größe heran. Nun geht es nicht mehr nur darum, kleine nach Sprachen ausgewählte Handschriften in einer extrem großen Sammlung zu erschließen.

Aus diesem Teilprojekt sind zwei selbständige weitere Arbeitspojekte hervorgegangen:

Projektleiter: Dr. Erich Renhart (Organisation, Graz)