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Die Digitalisierung des Nachlasses von Josef Karst (1871 – 1962) für die Edition des mittelarmenischen Wörterbuchs

Der deutsche Armenologe und Sprachwissenschafter Joseph Karst hat über Jahrzehnte seines wissenschaftlichen Lebens hinweg am „mittelarmenischen Wörterbuch“ gearbeitet. Die Drucklegung des reichen Materials wurde zwar vor Jahrzehnten begonnen, fand jedoch über den Probebogen hinaus keine Fortsetzung.

Aus dem Karst-Nachlaß sind mehr als 8.000 beschriebene Blätter erhalten geblieben, welche Tausende Lemmata verzeichnen. Dieser Nachlaß befindet sich seit den 60er Jahren in der Archivabteilung des Matenadaran in Erevan (Armenien).

Im Februar 2007 führte das Vestigia – Manuscript Research Centre die Digitalisierung des gesamten Nachlasses in Erevan durch. Es wurden innerhalb von acht Tagen mehr als 8.500 Aufnahmen von den Zetteleinträgen angefertigt. Die Aufnahmen wurden mit Hilfe der mobilen Digitalisierstation „Traveller TCCS 4323“ gemacht.

Mit der Digitalisierung wurde erst die Grundlage für die editorische Erarbeitung des mittelarmenischen Wörterbuches geschaffen. Seit März 2007 arbeitet eine internationale Gruppe von Forschern an der Eingabe der Daten in den Computer. Die Arbeiten gestalten sich als schwierig, sind doch neben dem zum Teil schwer lesbaren deutschen Text auch armenische, griechische, georgische, syrische, hebräische und arabische Wörter und Zitate einzutragen.

Die Edition dieses mittelarmenischen Wörterbuchs erfüllt ein jahrzehntelanges Forschungsdesiderat.

An der Edition des Wörterbuches arbeitet die Forschungsgruppe in Deutschland unter der Leitung von Dr. Armenuhi Drost-Abgarjan (Halle/S.) und Dr. H. Meiser (Berlin)

Projektteilnehmende: DI Manfred Mayer und Dr. Erich Renhart (2007, Digitalisierung)

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