Logo-Universitaet

Projekte

Die syrischen Handschriften und Fragmente in armenischen Sammlungen

Zu den vielen bislang kaum oder gar nicht beachteten Quellen gehören jene Handschriften, die entweder wegen der Quellensprache oder wegen der abgelegenen Orte, an denen sie aufbewahrt werden, „vergessen“ wurden. In diese Kategorie fallen auch die teils sehr alten syrischsprachigen Manuskripte in Armenien. Dieses Land stellte ja über Jahrhunderte hinweg eine Brücke dar, auf welcher sich die griechische, lateinische, syrische, persische, türkische, die arabische und andere Traditionen begegneten.

Das Projekt erfaßt alle Syriaca der Handschriftensammlung des Matenadaran (Erevan) und in Etschmiadsin (20 km von Erevan entfernt). Bisher wurde etwa die Hälfte der Digitalisate erstellt (November 2005 und August 2006). Deren Auswertung ist bereits weit gediehen. Die Projektdauer hängt vom weiteren Fortschritt der Arbeiten ab. Am Ende wird die Edition des Kataloges aller Syriaca des Matenadaran stehen.

Dieses Projekt macht sich die Mühe, die vielen kleinen Pergamentschnipsel systematisch zu eruieren und auszuwerten. Oft sind es sehr alte Textzeugen, denen wir hier begegnen. Aus diesen Fragmenten kann eine ganze Bibliothek von sonst verschollenen Büchern eruiert werden. Und manchmal, selten zwar, können Stücke eines Blattes oder Buches wieder zueinandergefügt werden.

Projektausführende: Dr. Andrea Barbara Schmidt (Louvain/Belgien), Dr. Erich Renhart (Graz), DI Manfred Mayer (Digitalisierung, Graz), Dr. Gevorg Ter-Vardanyan (Kodikologie, Erevan).

syriacfragment syriacfragment