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Projekte

Wasserzeichenforschung an den Sondersammlungen der UB Graz

An den Sondersammlungen der Universitätsbibliothek Graz wird seit eineinhalb Jahrzehnten Papierforschung betrieben. Aus einem kleinen Ausbildungsprojekt Mitte der 90er Jahre entwickelte sich folglich eine professionelle Initiative zur systematischen Erfassung der Wasserzeichen in Papierhandschriften.

Bis dato wurden im Rahmen dieser Initiative etwa 300 Handschriften erfasst. Es wurden die Durchzeichnungen gemacht, ebenso wurde die Verteilung der Wasserzeichen in den Lagenprotokollen festgehalten. Zugleich wurden die Motive mit jenen der Findebücher abgeglichen.

Kürzlich wurde der Entschluß gefasst, den Gesamtbestand in zwei Teilschritten zu erschließen. Eine Trennung in datierte und nicht-datierte Objekte ist sinnvoll, weil mithilfe der Ergebnisse der untersuchten datierten Handschriften Rückschlüsse auf nicht-datierte Handschriften gleicher Herkunft möglich sind.

Beide Teilbereiche werden in der Folge topographisch nach der Provenienz geordnet. Die erste zu untersuchende Gruppe sind die mittelalterlichen Manuskripte aus dem Stift St. Lambrecht (65 datierte Mss.). Deren Bearbeitung sollte innerhalb dieses Kalenderjahres abgeschlossen werden können und wird den Benützern und Benützerinnen als Datenbank zur Verfügung gestellt. Die Datenbank wird von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Kommission für Mittelalterliche Buchgeschichte) - entwickelt von Dr. Alois Haidinger - zur Verfügung gestellt.

Projektverantwortlich: Ute Bergner

Photographie: DI Manfred Mayer

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